NaNoWriMo 2017

Wie jedes Jahr beginnt am 1. November der National Writing Month, was bedeutet, 50.000 Wörter in einem Monat an einem Roman zu schreiben. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Das sind in etwa 200-250 Buchseiten.

Dieses Jahr bin ich zum dritten Mal dabei. Für eine Langsamschreiberin wie mich ist das ein verdammt hartes Pensum, denn normalerweise kann ich froh sein, wenn ich es schaffe, 500 Wörter am Tag zu tippen. Der NaNoWriMo ist für mich also ein absoluter Ausnahmemonat, an dem Lust und Leid so manches Mal verdammt nah beieinander liegen.

Warum tu ich mir das dann überhaupt an? Weil ich es liebe. Der NaNoWriMo ist wohl die einzige Möglichkeit, allein im Zimmer an der heimischen Tastatur dennoch eine Art Gemeinschaftsgefühl zu haben, während man an seinem eigenen Roman tippt. Zugegeben, viel davon habe ich dem Tintenzirkel zu verdanken, wo ich den November über mit anderen Autoren fluchen und mich freuen kann, wenn ich den Plot wider Erwarten doch nicht gegen die Wand gefahren habe. Und wo ich live dabei sein kann, wenn Buchkeimlinge zu sprießen beginnen.

Mein neues altes Projekt: Von Rache und Regen

2014 war Riagh einfach da. Der Soldat, der desertierte, um in seine verrottende Heimat zurückzukehren. Denn irgendwo dort zwischen den Untoten wartete seine Verlobte – ob nun tot oder lebendig. Und mit ihm reiste ein Nekromant, der zu gleichen Teilen Freund und Feind schien.

So kämpfte sich Riagh 150 Seiten lang durch Carthal, bis wir 2015 hatten und Jonas endlich mit der Keora zur Mission starten wollte. Und ihr kennt ja Zeyn: Wenn er erst angefangen hat, ist da nun einmal kein Platz für einen zweiten Mann 

Nun haben wir 2017 und Riagh hat wirklich mehr als genug gewartet. Noch ein wenig länger und in Carthal lebt gar nichts mehr. Also nutze ich den Nano, um seine Reise endlich fortzusetzen, die noch sehr lang dauern wird, schließlich bin ich grauenhaft, wenn es ums Kurzfassen geht 

Rache Regen Cover NaNoWriMo

Dabei mag ich keine Zombies! Ich schaue keine Zombie-Filme, hab noch nicht einmal in Walking Dead reingeguckt. Und jetzt schreibe ich einen Zombie-Roman. Woher stammt noch einmal das Gerücht, dass ein*e Autor*in selbst bestimmt, was sie oder er schreibt? Ich habe eher das Gefühl, meine Finger hetzen bloß meinen Gedanken hinterher *g*

Die Charaktere

Wenn ich schreibe, dann immer figurenzentriert. Das heißt, bei mir stehen die Charaktere im Mittelpunkt und ich überlege mir, welche Handlung zu ihnen passen könnte – und nicht, welche Handlung cool ist und dann schau ich, wie meine Leute da reinpassen. Deshalb sind es bei mir immer die Charaktere, die als erstes feststehen, und durch sie lerne ich die Welt und die Geschichte kennen.

Bei Von Rache und Regen gibt es da vor allem 3, die durch den Roman tragen:

Riagh Rache Regen CharakterNuzar Rache Regen CharakterAnryn Rache Regen Charakter

Riagh ist der Protagonist, der von der Front floh, um in seiner von Untoten überrannten Heimat nach seiner Verlobten zu suchen. Er versuchte es stets allen recht zu machen und ist zerrissen zwischen den Anforderungen, die er an sich selbst stellt, und seinen Taten.

Nuzar ist ein stolzer Magier der Ash’Bahar, der Nekromanten, die die Untoten über Riaghs Heimat brachten. Er redet viel und sagt doch wenig, will an Riaghs Seite streiten und scheint doch seine ganz eigenen Pläne zu verfolgen.

Anryn ist Riaghs Verlobte und nicht annähernd so schutzbedürftig, wie er glaubt. Als die Zeit reif war, ergriff sie ihre Chance und steht nun für sich selbst ein, anstelle auf ihre Rettung zu warten.

So viel zu meiner kleinen „Heldengruppe“. Ich habe einen Plan, wohin ihre Reise gehen soll – und bin schon ganz gespannt, wohin es sie stattdessen verschlagen wird 😉

Übrigens: Ohne den NaNoWriMo 2015 würden sich Jonas und Zeyn noch immer nur in meinem Kopf prügeln. Blind war in der Tat ein Nano-Projekt, das das Licht der Buchwelt erblicken durfte. Wenn das kein Grund ist, diese Tradition aufrechtzuerhalten! 

Und jetzt wünsche ich euch allen einen tollen NaNoWriMo, frohes Schaffen – und kommt nicht einmal drauf, mich im November anzuschreiben! Wir sehen uns dann im Dezember zur Veröffentlichung von Blau 😉

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