Nachttraum

Nachttraum

Wälze mich der Nacht entgegen:
Fiebrig Schleier mich bedeckt,
Meinen Körper neu erweckt
– Dir zur Ehr’ will er sich regen.

Lass’ den Geist den Traum kreieren:
Deinen Leib er formt bei Nacht,
Dein Gesicht er hat erdacht
– Werd’ dich durch den Tag verlieren.

Süßer Schmerz will sich entfalten:
Der die Leidenschaft ernährt,
Meinen Geist für dich verzehrt
– Sehnsucht will mich bei dir halten.

Brach mein Körper trübt die Sinne:
Fiebrig er für dich entgleist,
Schwül der Nebel auf dem Geist
– Nur mein Herz hört noch die Minne.

(2005/2011)

Dies war mein erstes gereimtes Gedicht, eine Fingerübung sozusagen. Es ist mir heute wieder in die Hände gefallen, und nach ein paar kleinen Änderungen finde ich es sogar vorzeigbar.

Es ist schön ab und zu alte Werke zu lesen (ich hab ein 82-Seiten langes Word-Dokument mit all meinen Gedichten von 1999 bis heute), auch wenn die wenigsten davon nach heutiger Sicht gelungen sind. Sie waren wunderbare Fingerübungen und es war herrlich, sie zu schreiben. Ich werde beim Lesen immer wieder sentimental und kann dann auch mal über den ein oder anderen Metrikfehler hinwegsehen.

Author: Annette Juretzki

Autorin von Fantasy, Scifi & Unfug. Lektorin, Korrektorin & sonstige Besserwisserin. An sich ein netter Mensch, wenn man sie nicht näher kennt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert